Am 12. September 2019 wurde das Klinik-Gutachten von NRW Arbeits- und Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann vorgestellt. Zitat: „Wir werden Geschichte in der Krankenhausplanung Deutschland schreiben“. Schon kurz darauf – am 30. September – erhielten alle Krankenhäuser in NRW ein Schreiben des Ministeriums mit dem Titel: „Antragsverfahren zur Gewährung von Fördermitteln aus dem Krankenhausstrukturfonds nach §§ 12a bis 14 KHG“.

„Fördermittel“ soll es unter anderem für freiwillige Schließung von Krankenhäusern und akutstationäre Versorgungskapazitäten geben. Dafür stünden jährlich bis zu 500 Millionen Euro aus dem Krankenhausstrukturfonds zur Verfügung. Anträge könnten vom 01.10. 2019 bis zum 03.03. 2020 gestellt werden.

Bei genauerem Lesen des Gutachtens für NRW, des Bertelsmann-Konzeptes „Zukunftsfähige Krankenhausversorgung“, die Thesen der Nationalen Akademie der Wissenschaften, Leopoldina, die „Vorbild-Reform“ vom Medicon Valley in Dänemark und den Niederlanden geht es nicht um Reduzierung einzelner Krankenhäuser oder Schließung der Hälfte der bestehenden Krankenhäuser für bessere Qualität. Geplant ist eine Zentrierung auf nur noch wenige Megakliniken.

Zu „Medicon Valley“:

Das Life Science Cluster Medicon Valley zählt zu den stärksten in Europa. „Medicon Valley“, besteht aus einer Ansammlung unzähliger Biotech-, Pharma- und Lebensmittelunternehmen. Mehr als 500 Life Science Unternehmen sind hier angesiedelt. Dazu kommen global agierende Pharma-Unternehmen wie Novo Nordisk, Leo Pharma oder Lundbeck. Medicon Valleys Unternehmen sind international führend in den Bereichen Onkologie, Diabetes, bei den neurologischen Krankheiten u.a.

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